Samstag, 4. Juni 2022

4.6. Die 88 Sternbilder ...


 

Ein typisches Sternbild - und gleichzeitig auch
ein Tierkreiszeichen - ist der "Löwe".

Da der nächtliche Himmel voller Sterne ist, haben
schon die Menschen der Urzeit damit begonnen,...

... Sterne, die Muster bilden, zu Gruppen zu ordnen 
wie hier zum bekannten Sternbild des "Orion".



So entstanden Sternbilder wie hier z.B. die "Zwillinge".



Doch nicht jedes Sternbild ist gleichzeitig auch ein
Tierkreiszeichen, wie dieses Sternbild, die "Leier", oder ...



... das Sternbild des "Herkules" beweisen.



Auch "Perseus" und "Andromeda" (s. unten) 
sind zwar Sternbilder, entstammen aber ...



... der griechischen Mythologie und haben mit
 den so genannten Tierkreiszeichen nichts zu tun.



 Sternbilder dienen generell der Orientierung am Himmel ...



... wie hier das berühmte "Himmels-W", die Cassiopeia,
die auch vielen bekannt und leicht zu finden ist.



Man kann sie also als so etwas wie "Landkarten" am Himmel 
bezeichnen wie auch hier das Sternbild des "Schwans".



Damit kann man Sterne zuordnen wie hier Regulus,
den Hauptstern des "Löwen", und wieder finden, ...



... obwohl der Himmel sich ständig über uns dreht und sich
 so jeder Stern - bis auf den Polarstern - weiter bewegt
wie hier oben die Sterne im Sternbild "Skorpion".



So sind im Laufe der Zeit bis heute 88 Sternbilder entstanden,
die aber nicht alle ständig zu sehen sind, sondern sich ...



... auf den Nord- und Südhimmel verteilen, je nachdem, 
ob man von der Nord- oder Südhalbkugel 
der Erde in den Himmel blickt.



Eine Liste aller Sternbilder ist im Internet zu finden, 
doch die bekanntesten davon kennt jeder wie z.B.
den "Großen Wagen", der eigentlich nur ...



... ein Teil des Sternbildes "Großer Bär" ist.
(s. mein Eintrag "Asterismus" von gestern)



Ihn kann man leicht am Nachthimmel finden und ...



... mit seiner Hilfe die Position des Polarsterns ausmachen, ...



... an den dann das Sternbild "Kleiner Bär" anschließt.



Dass 12 dieser 88 Sternbilder auch dem Tierkreis zugeordnet 
werden und warum - wie hier der "Stier" oder ...



... hier die "Zwillinge", erläutere ich im nächsten Post.









Freitag, 3. Juni 2022

3.6. Was ist ein "Asterismus"?

 

Ein Asterismus ist ein Sternmuster, das nicht zu den
88 Sternbildern gehört -  wie z.B. hier oben die Plejaden, ...



... ein bekannter Sternhaufen im Sternbild "Stier",
der auch als "Siebengestirn" bezeichnet wird.



Der wohl bekannteste Asterismus ist der "Große Wagen",
der eigentlich ein Teil des Sternbildes "Großer Bär" ist.

Auch das "Himmels W" - die "Cassiopeia" - kennen viele,
wobei Cassiopeia auch ein eigenes Sternbild ist.



In unseren mitteleuropäischen Breiten leider
nur zur oberen Hälfte sichtbar ist der "Skorpion",
den man eigentlich auch als Asterismus bezeichnen kann.



Ebenfalls bekannt ist der "Orion", der ein eigenes
Sternbild ist und sogar Teil eines enorm großen Asterismus:



Und zwar des so genannten "Winter-Sechsecks",
wovon Rigel, der rechte Fußstern des "Orion", 
einer der 6 Sterne ist, die das Sechseck bilden.



Das Winter Sechseck setzt sich aus den 6 hellsten Sternen
einander benachbarter Sternbilder zusammen und 
dient in erster Linie der Orientierung am Nachthimmel.



Am Sommerhimmel lässt sich das so genannte "Sommer Dreieck" blicken, ...



... das aus den Hauptsternen der Sternbilder "Leier", "Schwan" und "Adler" besteht, ...



... deren Namen gerne in Kreuzworträtseln abgefragt werden.



Als weitere Asterismen kann man den Sternhaufen der
"Hyaden" im Sternbild "Stier" bezeichnen, dessen ... 



... typische V-Form vom Hauptstern des Stiers, ...



... vom orange-farbenen Aldebaran, angeführt wird.



Andere Sternmuster sind so klein, dass sie nur mit einem
Fernglas oder gar Teleskop gefunden werden können ...

(Dieser Asterismus steht in der Aufnahme oben am Kopf)



... wie hier der "Kleiderbügel" im Sternbild "Füchschen",
eine Sternformation, die in der Astronomie eigentlich als 
"Collinder 399" bezeichnet wird - hier mit einem Kometen darüber.



Ebenso bemerkenswert ist "Kemble's Kaskade" im Sternbild "Giraffe", ...



... ein regelrechter "Wasserfall" an Sternen, ...



... die wie auf einer Kette aufgefädelt wirken ... 



... und dabei noch ziemlich bunte Farben haben, weil 
ihre Sterne verschiedenen Spektralklassen angehören.



An die bereits oben erwähnten "Plejaden" schließt an
den Stern Alkyone, der einer des Siebengestirns ist, ...



... "Allys Zopf" an, eine Sternenkette, die südlich
der Plejaden leuchtschwächere Sterne beinhaltet.



Es gibt auch einen "Napoleons Hut" (im Bild unten),
dessen Sterne die charakteristische Form des
Hutes von Napoleon nachzubilden scheinen.



Dieser Asterismus befindet sich unterhalb von Arktur, ...



... dem Hauptstern des Sternbildes "Bärenhüter" bzw. "Rinderhirte".



Kaum bekannt hingegen ist, dass selbst der Polarstern
Teil eines Asterismus leuchtschwacher Sterne ist:



Es ist der so genannte "Verlobungsring" oder "Ring of Diamonds",
in dem der Polarstern den Diamanten darstellt.



Um dieses Sternmuster entdecken zu können, muss man
allerdings astronomisch bestens ausgerüstet sein.

(Wer sich hier noch weiter vertiefen und viele weitere Sternmuster sehen will,
dem sei der folgende Link wärmstens empfohlen:

https://www.freunde-der-nacht.net/beobachtungsprojekte/sternmuster)



Aus den Asterismen sind schließlich die Sternbilder entstanden,
wofür u.a. "Orion" (s. oben) ein gutes Beispiel ist.






Mittwoch, 1. Juni 2022

2.6. Die Ekliptik ...


Die Ekliptik ist ein besonderes Phänomen der Erde.

(... und ist nicht zu verwechseln mit der "Eklipse", die eine Verfinsterung 
eines Himmelskörpers wie z.B. der Sonne oder des Mondes mit sich bringt, 
weil ein anderer größerer Himmelskörper vor ihm vorbeizieht.)


Die Ekliptik ist also die scheinbare Bahn der Sonne ...

... am Himmel, wie man diese von der Erde aus sieht.


Da die Erdachse um 23,5 Grad zu ihrer 
eigenen Umlaufbahn um die Sonne geneigt ist, ...



... stimmen unser Erdäquator und die scheinbare
Bahn der Sonne also nicht überein.



Die Folge davon ist, dass die Sonnenumlaufbahn ...



... - und damit auch die Umlaufbahnen des Mondes 
und aller Planeten! - eine Art Parabel um den
Standort eines jeden Beobachters auf der Erde macht.



Man könnte die Ekliptik also auch als eine Art "scheinbare Autobahn" 
von Sonne, Mond und Planeten um die Erde bezeichnen, da sie 
- von geringen Abweichungen abgesehen - nur dort zu finden sind.



Der Grund für diese Schräglage der Erde war wohl,
dass vor ca. 4,5 Mrd. Jahren ein ca. marsgroßer Protoplanet, 
den man "Theia" getauft hat, in die Erde knallte.



Bei dieser Kollision wurde zwar Theia zerstört,
doch aus ihren Resten entstand unser Erdmond.



Und als weitere Folge davon liegt die Erdachse seither schief
und die Erde wandert schräg um ihre Umlaufbahn.



Dadurch entstanden auch die unterschiedlichen Jahreszeiten ...



... aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung
auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde.



Wahrscheinlich haben wir dieser Tatsache nicht nur
die Jahreszeiten und unser Klima, sondern sogar
zu verdanken, dass es überhaupt Leben auf der Erde gibt!









10.10. Morgenhimmel ...

Heute morgen begrüßte mich ein riesiger Wolkenvogel am Himmel. Weiter südlich davon sah es so aus.